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Zukunft der Mitgliederpartei

Uwe/Niedermayer, Oskar/Wiesendahl, Elmar (Hrsg.): Zukunft der Mitglieder-partei, 2009, Opladen & Farmington Hills. ? speziell Maßnahmen der Mitgliedergewin-nung, -bindung und -betreuung der Parteien CDU, SPD, Linke, Grüne und CSU

1. Niebuhr, Frank: Mitgliederwerbung als Herausforderung und Chance erfolgreiche Maß-nahme der CDU

- Mitgliederwerbung über Initiativen und themengebundene Aktivitäten bei denen die Parteimitgliedschaft zunächst keine Rolle spielt
- Frage nach Beitritt wurde erst am Ende des Projektes gestellt
- Kern der Mitgliederwerbung nach Ansicht der CDU: persönliche Ansprache vor Ort
- damit besondere Bedeutung der Verbände vor Ort
- Bundesgeschäftsstelle bildet Rahmen mit Serviceangeboten (Schulungen, Prämierun-gen)
- Ausbau der Mitbestimmungsrechte von Parteimitgliedern ? „Mitgliederprinzip“
- Motivation der jungen Zielgruppe durch virtuelle Arbeitskreise
- Ziel, dass jedes Mitglied besonders durch Argumentation im Umfeld für CDU wirbt, daher gezielte Information und Präsentation von Sachfragen, Stärkung der Identifika-tion mit Werten um Verantwortung für Parteiarbeit und „Flagge zeigen“ zu stärken
- Sieht CDU auf richtigem Weg
2. Gorholt, Martin: Die SPD als Mitgliederpartei

- Maßnahmen zur Veränderung der Mitgliederentwicklung aus zwei grundsätzlichen Feststellungen heraus: Erhaltung der SPD als Mitgliederpartei vs. SPD hat als Mit-gliederpartei hat keine Zukunft
- Maßnahmen um Mitgliederschwund zu begegnen „Nah bei den Menschen“, „Deutsch-land Dialog“ und „Voter Relationship Management“(Netzwerkbildung ähnlich US-Wahlkampf) ? Vision von Netzwerkpartei
- Unterschiedlicher Erfolg der Werbung in Ortsvereinen, daher Unterstützung der Orts-vereine bei Mitgliederwerbung durch Zentrale ? Schaffung von Kriterien einer „gu-ten Ortsvereinsarbeit“, Schulung von Beratern
- Forderung nach Schaffung von Zuständigkeiten für Mitgliederentwicklung in allen Bereichen inklusive regelmäßigen Berichten
- Zentrales Credo: Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung und Vorbereitung auf SPD als Mitgliederpartei mit kleineren Mitgliederzahlen
- Sieht Betriebsräte, junge Frauen, Migranten/-innen in großem Forennetzwerk für be-deutend  
3. Kahrs, Horst: Die LINKE geht nur als Mitgliederpartei

- Gezielte Ost-West-Partnerschaften auf der Ebene von Orts- und Kreisverbänden ? „produktives Zusammenkommen“ von wachsenden und schrumpfende Verbänden
- Tendenzen zur Entwertung der Mitgliedschaft durch Probemitgliedschaften und Nicht-parteimitgliedern auf Kandidatenlisten ? Schaffung von Privilegien/anderer Kommu-nikation der Parteimitglieder ggü. Sympathisanten 
- Sieht in Kommunikation über das Internet nur Unterstützung der örtlich präsenten Par-teistruktur (negative Erfahrungen mit „17. Landesverband“) ? „Partei ist kein Chatroom“
- Sieht Herausforderung für Mitgliederpartei in Zusammenkünften außerhalb von Par-teigrenzen
- Neumitgliederseminare und Fortbildungen für Multiplikatoren zur Verknüpfung neuer und bestehender Mitglieder
- Hauptmaßnahmen zur Mitgliedergewinnung: Wahlerfolge und nachhaltige Arbeit vor Ort
4. Lemke, Steffi: Warum die GRÜNEN Mitglieder brauchen

- Mitgliederwerbung als Querschnittsaufgabe aller Mandat- und Funktionsträger
- Hauptaugenmerk auf Kreisverbänden, da sie erste Anlaufstelle für potenzielle Neu-mitglieder sind
- Kampagne „Partei ergreifen“ um persönlichen Kontakt vor Ort und Gesamtbild der Partei als Eintrittsgrund zu festigen und gleichzeitig Präsentation grüner Themen um Sympathisanten, nicht zwingen Mitglieder zu gewinnen
- Problem des Desinteresses insbesondere junger Menschen an herkömmlicher Parteiar-beit durch zeitlich/thematisch begrenztes Engagement und Beteiligungsmöglichkeiten im Internet
- Forderung nach Anpassung des Parteiengesetzes an moderne auch technische Um-stände, um virtuellen Landesverband und direkte Bundesmitgliedschaft ermöglichen zu können (?)
5. Zorzi, Markus: CSU – Erfolgreiche Volkspartei in Europa

- Anpassung an veränderte, schwierige Gegebenheiten der Mitgliederpartei durch drei Maßnahmen:
1. Netzwerkerweiterung durch Quereinsteiger, zeitlich begrenzte Mitarbeit von Nicht-mitgliedern, spontane Initiativen auf lokaler Ebene, Ausbau der Information über das Internet
2. Ausbau der direkten Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder
3. klare inhaltliche Abgrenzung von anderen Parteien
- Misst der Schärfung der eigenen Linie mit klar zuordenbaren Werten größte Bedeu-tung zu
- CSU setzt sich zur Aufgabe noch volksnäher zu sein und weiterhin ihre Besonderhei-ten erfolgreich als Einzigartigkeit herauszustellen

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