Regierungskommunikation 2020 - eine Veranstaltung der Bertelsmann Stiftung mit Jürgen Beerfeltz
Thesen und Empfehlungen
1. Die klassischen Leitmedien verlieren ihr Agenda-Using-Monopol. An ihre Stelle treten zunehmend Online-Medien, die ein deutlich unterschiedliches Nutzungsverhalten implizieren. Agenden werden zunehmend als Objekte eines Partizipationsanspruchs gesehen.
2. Die aktuelle Regierungskommunikation wird von den beteiligten Akteuren als „befriedigend“ bewertet. Vermisst wird vor allem eine hinreichende Überprüfbarkeit ihrer Effektivität.
3. Effektiver für den Bürger ist eine Orientierung nach Themen und nicht nach Ressorts. Moderne Politik wird ressortübergreifend konzipiert und kommuniziert.
4. Für die Regierungskommunikation der Zukunft besteht die Herausforderung darin, die Ansprache der Adressaten in der Sprache und nach den Kommunikationsregeln zu formulieren, wie sie den Ansprüchen und Erwartungen der Internetnutzer heute schon entsprechen. Dabei geht es neben Information auch um Bürgernähe und Beteiligung.
5. Web 2.0. fördert den Wandel von der Zuschauer- zur Beteiligungsdemokratie und leistet damit einen Beitrag zur Re-Vitalisierung der Demokratie.
