Startseite | Impressum

« zurück

Brauchen Parteien noch Mitglieder?

Mit dieser provokanten Frage beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Jahrestagung des DVPW-Arbeitskreises Parteienforschung, an der ich in der FU Berlin teilgenommen habe.

dvpw_bee_1.jpg

Gemeinsam mit Vertretern der anderen im Bundestag vertretenen Parteien und unter der Leitung von Prof. Oskar Niedermayer diskutierten wir angeregt mit Studenten und Mitgliedern des AK Parteienforschung über die Zukunft von Parteien.

Ungewöhnliche aber wenig überraschende Einigkeit herrschte bei allen Podiumsteilnehmern hinichtlich der Tatsache, dass Parteien ohne Mitglieder schlichtweg undenkbar sind. Und die etwas provokante Frage von Prof. Elmar Wiesendahl, ob Parteimitglieder nicht eher Störfaktoren einer erfolgreichen Parteiorganisation wären, entpuppte sich sehr schnell als gezielte Provokation und als wenig ernst gemeint.

Natürlich zeigte sich in der Diskussion aber auch, dass es unter den Parteien einen klaren Wettbewerb um die besseren Konzepte zur Mitgleiderwerbung gibt, und dass es Unterschiede sowohl hinsichtlich des Stellenwert des einzelnen Mitglieds innerhalb der Partei als auch hinsichtlich des organisatorischen Aufbaus der Parteistruktur gibt.

Zum Schluss der Diskussion waren sich aber alle Teilnehmer und Gäste einig, dass es zur klassischen Form der Mitgliederpartei keine Alternative gibt, dass jedoch eine Reform der Parteiearbeit und vor allem des Parteiengesetzes dringen notwendig ist.

Aus diesem Grund hat der FDP Bundesvorstand auch die AG Parteireform ins Leben gerufen, die sich mit Vorschlägen für eine Veränderung der Rahmenbedingungen z.B. im Parteiengesetz beschäftigt, aber auch Vorschläge erarbeiten wird, wie es durch mehr Bürgerdemokratie und mehr direkten Bürgerdialog gelingen kann, die allgemeine Glaubwürdigkeitskrise der Politik und der Parteien zu überwinden.

Das Besondere an dieser Arbeitsgruppe ist, dass sie nicht hinter verschlossenen Türen tagt, sondern dass sich jeder interessierte Bürger mit seinen Ideen und Vorschlägen zur “Verbesserung” der Parteiarbeit einbringen kann.

Mehr Infos dazu gibts unter: http://reform.fdp.de

Einen Kommentar schreiben