Fundraising made in USA
Auf einen interessanten Artikel bin ich heute bei Welt Online gestoßen, wonach im US-Wahlkampf bereits Zweijährige für “ihren” Präsidentschaftskandidaten spenden können. So spendierten laut USA Today die beiden sieben- bzw. achtjährigen Matthew und Karis Mardirossian jeweils 2300 Dollar ihrem Favoriten, dem demokratischen Anwärter Barack Obama.
Solche Wahlkampfspenden sind in den USA völlig normal und vor allem völlig legal, wie Massie Ritsch vom überparteilichen Center for Responsive Politics betont.
Eine Bedingung gibt es allerdings doch: die Spender müssen älter als zwei Jahre sein und ihr Geld bewusst und freiwillig geben.
Es wird in den USA allerdings vermutet, dass hinter diesen Spenden höchstwahrscheinlich die Eltern stecken, um den Höchstsatz von Wahlkampfspenden in Höhe von 2300 Dollar pro Person zu umgehen. So gibt es eine ganze Reihe Leute, die ihr Spendenlimit bereits überschritten hätten und dann kurzerhand die Ehefrauen und die Kinder zu Spendern erklärten.
Denn selbst wenn man annimmt, dass jedes Kind in den USA - ähnlich wie in Deutschland nach der aktuellen Kids VA 2006 - pro Jahr knapp über 1000 EUR zur Verfügung hat, ist es schon mehr als verwunderlich, dass Sieben- oder Achtjährige dieses Geld dann “bewusst und freiwillig” einem Politiker geben.
