In der Falle
In der heutigen Ausgabe der WELT fragt der Bamberger Soziologeprofessor Gerhard Schulze, was heute eigentlich noch links und was rechts ist.
Vor dem Hintergrund einer Umfrage der ZEIT eine wie ich finde sehr interessante Fragestellung, die Schulze zu einem durchaus spannenden und diskussionswürdigen Urteil kommen lässt.
Für ihn ist diese Unterscheidung in der Moderne nämlich längst überholt.
Was Schulze stattdessen sieht, sind nur noch vernünftige Ziele wie “Flexibilisierung des Arbeitsmarkts. Vertrauen in die Fähigkeit der Menschen, sich selbst zu helfen. Bejahen ihrer Verschiedenartigkeit. Aufbrechen der politischen Korrektheitszwänge in den Diskursen über Energiepolitik, Hochschulförderung, öffentliche Sicherheit. Bei jedem dieser Stichworte hört man förmlich die Rechts-links-Falle zuschnappen. Sobald es wehtut, flüchten sich die Akteure wie Schlafwandler in dieses längst von der Moderne überrollte politische Schema. Wann werden sie aufwachen?
Hier das ganze Essay aus der Printausgabe.
